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Berufsgenossenschaft

Wann übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für die Umschulung?

Die Berufsgenossenschaft ist immer dann der richtige Ansprechpartner, wenn die betroffene Person aufgrund eines Arbeitsunfalls nicht mehr in ihrem bisherigen Beruf weiterarbeiten kann. Dabei ist es wichtig, dass es sich um einen offiziell durch die Berufsgenossenschaft anerkannten Arbeitsunfall handelt. Darüber hinaus ist die Berufsgenossenschaft auch zuständig, wenn ein Arbeitnehmer eine Berufskrankheit erleidet. Wenn diese Krankheit die weitere Berufsausübung verhindert, kann die Berufsgenossenschaft auch in diesem Fall eine Umschulung finanzieren, um der betroffenen Person auch weiterhin zu ermöglichen, am Erwerbsleben teilzuhaben.

Sollte hingegen ein Unfall in der Freizeit, einer gewöhnliche Erkrankung oder die allgemeinen Arbeitsmarktsituation eine weitere Ausübung des Berufs unmöglich machen, ist die Berufsgenossenschaft nicht zuständig. Außerdem muss die geschädigte Person auch über eine Berufsausbildung verfügen, da durch die Umschulung lediglich der vorherige Zustand wieder hergestellt werden soll. Daher steht die Umschulungsförderung für angelernte Arbeitskräfte nicht zur Verfügung. Sollte der Arbeitsunfall jedoch während der Berufsausbildung stattfinden, besteht ebenfalls ein Anspruch auf eine Umschulung.

Bevor eine Umschulung bewilligt wird, versucht die Berufsgenossenschaft in der Regel, den Betroffenen durch verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen den Wiedereinstieg in den bisherigen Beruf zu ermöglichen. Darüber hinaus kann versucht werden, den Betroffenen schrittweise wieder an seine alte Tätigkeit heranzuführen. Dabei arbeitet er zu Beginn nur wenige Stunden täglich, nach und nach wird dann die Arbeitszeit gesteigert. Erst wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, wird die Umschulung durchgeführt.

Bevor die Bewilligung zur Umschulung erteilt wird, erfolgt eine ärztliche Untersuchung. Dabei wird zum einen überprüft, ob es der Gesundheitszustand der betroffenen Person langfristig verhindert, der bisherigen Tätigkeit nachzugehen. Nur wenn dies der Fall ist, übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für die Umschulung. Darüber hinaus müssen die Ärzte bei diesen Untersuchungen überprüfen, ob die Unfallfolgen auch eine Beeinträchtigung für den neuen Beruf mit sich bringen. Sollte dies der Fall sein, wird die Umschulungsmaßnahme nicht finanziert, da der Betroffene auch im neuen Beruf nicht voll erwerbsfähig wäre. Grundsätzlich sollte durch die Umschulungsmaßnahme die vollständige Wiedereingliederung in das Berufsleben ermöglicht werden.

“Umschulung durch die Berufsgenossenschaft”, http://ratgeber-umschulung.de/kostentraeger/berufsgenossenschaft/